In einem Blog sinniert Tamáska Hitetlen über die sozialen Probleme der Volksgruppe der Roma in Ungarn, die dort die größte ethnische Minderheit darstellen: "Wenn wir vom sozialen und kulturellen Elend, vom peripheren Dasein und von Ausgrenzung hören, kommt dem Gros der Menschen hierzulande unweigerlich jene ethnische Minderheit in den Sinn, die an ihren Gesichtszügen, ihrer Gestik und ihrem Sprachgebrauch zu erkennen ist. Statt sich mit dem komplexen sozialen Problem ernsthaft auseinanderzusetzen, wird gemeinhin von der 'Zigeunerfrage' gesprochen. Immer wieder höre ich die offenkundig rassistische und ethnozentristische Meinung, dass die Roma ihre Probleme doch selbst lösen und die Mehrheitsgesellschaft – die Nicht-Roma – endlich in Ruhe lassen sollten. ... Dies wird von Leuten gesagt, die sonst die Ansicht vertreten, dass der Mensch frei geboren wird und für seine Herkunft nicht verantwortlich gemacht werden kann. ... Sofern jemand die Möglichkeit hat, aus jener Gemeinschaft [Roma] auszubrechen, die für ihn eine Last bedeutet und als deren Mitglied er in diesem Land nur Nachteile und Diskriminierungen zu ertragen hat, so wird er dies mit hoher Wahrscheinlichkeit auch tun." (02.10.2008)
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