Am 30. November wird in Rumänien ein neues Parlament gewählt. In der Wochenzeitung Revista 22 blickt Armand Gosu pessimistisch auf die Wahlen. "Es fehlen Träume – oder genauer gesagt – die Projektion eines Rumäniens, das anders aussieht als das heutige Rumänien mit seiner politischen Klasse, die eine Symbiose aus früheren und aktuellen Geheimdienstlern und kommunistischer Nomenklatura darstellt. Die Projektion eines Rumäniens, in dem alle Staatsbürger vor dem Gesetz gleich sind, in dem derjenige, der eine Bank in den Konkurs führt, nicht ungeschoren davon kommt. ... Doch der Wähler könnte jede Hoffnung verloren haben. Er ist so zynisch und egoistisch wie die politische Klasse geworden. ... Es ist offensichtlich, dass die aktuelle politische Klasse ihr Potenzial erschöpft hat. Die große Leistung der Politikergeneration, die während der Transformation agiert hat, war, dass sie keinen großen Fehler machte, der den Weg Richtung Westen blockierte. Unter diesen Bedingungen waren die Nato und die EU fest entschlossen, Rumänien zu integrieren. Jetzt haben sich die Dinge verkompliziert. Jetzt ist die Rede von einem langjährigen Prozess, der die wirkliche Modernisierung des Landes vorsieht, für die diese politische Elite weder ein Projekt noch die Fähigkeit zur Verwirklichung hat. Es ist eine müde Generation, die ihre Möglichkeiten verspielt hat." (17.11.2008)
» zum ganzen Artikel (externer Link, rumänisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Erweiterung / Nachbarschaft, » Innenpolitik, » Europa, » Rumänien
Alle verfügbaren Texte von » Armand Gosu