"Weihnachten ist ein Spiegel, der uns Wünsche und Werte jeder Epoche aufzeigt", schreibt Antoni Puigverd in der Tageszeitung La Vanguardia. "In archaischen Zeiten erinnerte es zum Beispiel an die Wiederkehr des Lichtes. Das Tageslicht zu feiern, ist für unsere Gesellschaft nicht mehr wichtig: Wir können uns nicht einmal vorstellen, wie es ist, ohne elektrisches Licht zu leben. Aber in jener fernen Zeit feierte man, dass die Dunkelheit mit dem Winteranfang endlich ihr Voranschreiten stoppte." Puigverd führt aus, welche Werte Christentum und Aufklärung mit Weihnachten verbinden und schließt mit einem Blick auf "die erste Weihnacht in der Krise": "Wie bei allem Menschlichen ziehen sich entgegengesetzte Pole an. Und an diesem Weihnachtsfest in der Krise und im Zweifel kommen sie zusammen. Konsumieren - so sagt man - ist eine Form, sich mit den Produzenten und Verkäufern zu solidarisieren, eine Art, den wirtschaftlichen Abschwung aufzuhalten. Der Stern des Marktes rostet, und der wahrhaftige Geist der Weihnacht kommt, um ihm seinen alten und wahren Glanz zurückzugeben." (22.12.2008)
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