Heute vor 40 Jahren marschierten Truppen des "Warschauer Pakts" in Prag ein und beendeten den "Prager Frühling", die Reformversuche in der Tschechoslowakei. Die Tageszeitung Helsingin Sanomat bringt die Geschehnisse von damals mit den heutigen politischen Verhältnissen in Europa in Verbindung. "Nicht das Land der Feinde, sondern das der eigenen Verbündeten wurde besetzt, der Glaube an ein 'menschliches Gesicht des Sozialismus' und die Zukunft der gesamten 'sozialistischen Gemeinschaft' wurde gefährdet. ... Die Besetzung war ein Schock für das ... restliche Europa. ... Das westliche Verteidigungsbündnis NATO sah keine Chance, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. ... Der Warschauer Pakt existiert heute nicht mehr, aber die NATO wurde nicht abgewickelt. Im Gegenteil, sie begann sich nach Osten auszudehnen. ... Die NATO zeigte sich bereit, auch mit Russland zu kooperieren, aber die Entwicklungen der europäischen Sicherheit entsprachen nicht den Vorstellungen der russischen Führung. ... Die neue außenpolitische Strategie Russlands wiederholt die ablehnende Haltung zur NATO-Erweiterung. ... Die Sowjetunion hat im Jahr 1968 ihr Recht verkündet, ... ihre eigene Interpretation des Sozialismus durchzusetzen und jetzt hat Russland sich das Recht genommen, seine Bürger vor kriegerischen Entwicklungen in den Nachbarländern zu verteidigen. Der Unterschied zwischen ... beiden Einstellungen ... ist erschreckend gering." (21.08.2008)
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