Die britische Regierung plant ein neues Kommunikationsgesetz, das eine "Super-Datenbank" mit gespeicherten E-Mails, Telefondaten und Internetverkehr schaffen soll. Die Tageszeitung The Independent kritisiert das Vorhaben. "Wir könnten fragen, warum wir dieses neue Gesetz brauchen, das als notwendige Anti-Terror-Maßnahme gerechtfertigt wird, wenn das gegenwärtige System ganz hervorragend zu funktionieren scheint. Polizisten können schon jetzt von Internet-Dienstleistern Informationen über Telefongespräche und E-Mails von Verdächtigen anfordern. Und sie bekommen sie normalerweise [auch]. Warum muss die Regierung all die Informationen selbst speichern? ... Die bittere Ironie ist, dass wir aus der Geschichte wissen, dass ein Staat, der große Mengen an Informationen über seine Bürger sammelt, es tatsächlich schwieriger für seine Beamten machen kann, ein Auge auf die wirkliche Gefahr für sein Überleben zu werfen. ... Aber vielleicht ist der fundamentalste Einwand gegen dieses Gesetz noch grundsätzlicher. Wie die schnell wachsende DNA-Datenbank, wie das Programm für einen nationalen Personalausweis, droht das Gesetz, uns wie eine Nation von Verdächtigen ... zu behandeln. Dem müssen alle widerstehen, die unsere Freiheiten schätzen." (15.10.2008)
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