05.07.2009
Die deutsche Bildungsministerin Annette Schavan hat angeregt, ein gesamteuropäisches Geschichtslehrbuch zu verfassen. Erkki Bahovski hält das für eine gute, aber unrealistische Idee. "Das größte Problem besteht darin, dass das alte und das neue Europa den Zweiten Weltkrieg so unterschiedlich sehen. In der westlichen Geschichtsschreibung wird der Standpunkt vertreten, dass die Invasion in der Normandie den Wendepunkt darstellt. Aber dabei wird gerne übersehen, dass an der Ostfront ungleich mehr Menschen kämpften – und es viel mehr Opfer gab... Und außerdem: Wer sollte dieses Buch schreiben? Es wird wohl ein schöner Traum bleiben, dass 27 EU-Mitgliedsstaaten ein Buch gutheißen, solange die Meinungsverschiedenheiten noch so groß sind. Und diese bestehen nicht nur zwischen den Staaten - schon unsere eigene russische Minderheit hat ein vollkommen anderes Geschichtsbild als die Esten. Und wie ist es mit Basken, Katalanen oder den außerhalb Ungarns lebenden Ungarn?"
» zum ganzen Artikel (externer Link, estnisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Erziehung / Ausbildung / Bildung, » Geschichte, » Europa Alle verfügbaren Texte von » Erkki Bahovski
» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 7. März 2007
Bookmarken bei
Um den kostenlosen Newsletter zu abonnieren oder zu kündigen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein: