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Die Welt - Deutschland | Mittwoch, 25. Juli 2007

Dominique Moïsi über Polens nicht endende Vergangenheit

Dominique Moïsi, Professor am Europa-Kolleg in Natolin bei Warschau, beschreibt die Differenz zwischen der polnischen Selbstwahrnehmung und der Rolle Polens in Europa. "Indem Polen gegen Deutschland - ja gegen die gesamte EU - ankämpft, begünstigt es lediglich ein revisionistisches Russland. Wenn Polens derzeitige Machthaber die Gleichgewicht-der-Kräfte-Spiele des 19. Jahrhunderts noch einmal spielen möchten, sollten sie verstehen, wo in Europa das wirkliche Kräftegewicht liegt. Demografisch und strategisch ist Polen das bei weitem wichtigste neue EU-Mitglied. Niemand ist darauf aus, das polnische Volk grundlos zu beleidigen. Nur die Polen können Polens Ruf und Einfluss schaden, und man muss sagen, dass sie darin in letzter Zeit hervorragend waren... Wenn Polen weniger ungerechtfertigte Angst vor seiner Zukunft hätte, so wäre es nicht so besessen von einer Vergangenheit, die nicht vergehen will."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 25. Juli 2007

 

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