04.07.2009
Vor gut 35 Jahren besetzten dänische Hippies eine alte Militärkaserne im Zentrum Kopenhagens und gründeten den autonomen Freistaat Christiania. Seither haben die Behörden immer wieder versucht, das Gelände zu normalisieren, stießen dabei aber nicht zuletzt auf Widerstand der Bevölkerung, die Christiania im Laufe der Jahre als Ausdruck kultureller Vielfalt und dänischer Liberalität angenommen hat. Kürzlich verlangten die Behörden mit der Begründung, man wolle den alten Stadtwall aus dem 17. Jahrhundert wiederherstellen, den Abriss von 53 Häusern. "Touristenattraktionen zu entfernen, die zur kulturellen Vielfalt beitragen und neugierige Menschen aus aller Welt anziehen, wäre der reine Wahnsinn. Dänemark braucht mehr, nicht weniger Attraktionen, eigenartige Gebiete und kulturelle Freiräume, die unserem Land ihren Charakter geben."
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