09.01.2009
Nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofes der USA, das den Guantánamo-Häftlingen mehr Rechte einräumt, fordert die Tageszeitung El País, auch die Konsequenzen für Spanien zu beleuchten: "Abgesehen davon, dass [das Urteil] nach und nach die einzelnen Albträume [der Häftlinge] beendet, bedeutet die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs eine rechtliche Zerlegung der unsäglichen juristischen Konstruktion, die von Präsident Bush 2002 als Grundpfeiler für seinen Kampf gegen den islamistischen Terrorismus ... aufgebaut wurde. ... Man sollte dabei nicht vergessen, dass [auch] spanische Polizisten und Geheimdienstagenten Häftlinge verhört haben, die dort inhaftiert sind; Auch nicht, dass spanische Flughäfen und Stützpunkte genutzt wurden, um die Häftlinge in das US-amerikanische Gefängnis zu überführen. Es wäre an der Zeit, den juristischen Eiertanz zu beenden und von Spanien aus alle Verbindungen zu beleuchten, die [spanische] Funktionäre und Politiker [in dieser Angelegenheit] gehabt haben."
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