04.07.2009
In Nikosia haben neue Gespräche über eine Wiedervereinigung Zyperns begonnen, zu denen sich der Vertreter der Republik Zypern, Dimitris Christofias, und der nordzyprische Volksgruppenführer, Mehmet Ali Talat, in einer von der UNO kontrollierten Zone getroffen haben. Angesichts des Konfliktpotenzials sei Eile geboten, warnt die Frankfurter Allgemeine Zeitung. "Unter der Ägide der Vereinten Nationen wollen beide Seiten über eine föderale Regelung des Konflikts verhandeln. Leider wird das prinzipielle Einverständnis der beiden Führer, die gute Kontakte miteinander haben, von ihren jeweiligen Vorgängern in letzter Zeit wieder stärker hintertrieben. Der frühere Präsident Papadopoulos wittert einen 'Ausverkauf' dessen, was er als 'Hellenismus' versteht (die Vorherrschaft des Griechischen auf der Insel), während Rauf Denktaş, der langjährige Kämpfer für die Zypern-Türken, in einem alten Denken verharrt, das sich auch auf nationalistische, dem türkischen Militär in Ankara nahestehende Kreise stützt. Die Zeit drängt, man sollte sie nutzen."
» weiterführende Informationen (externer Link, deutsch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Griechenland, » Zypern, » Türkei
» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 4. September 2008
Bookmarken bei
Um den kostenlosen Newsletter zu abonnieren oder zu kündigen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein: