09.01.2009
Nach dem zweiten Amoklauf an einer Schule binnen eines Jahres steht Finnland unter Schock. An der Berufsschule in Kauhajoki hat ein 22-jähriger zehn Mitschüler und sich selbst getötet. Der Täter war der Polizei durch das Internetportal YouTube bereits bekannt. Der Helsingin Sanomat schreibt in seinem heutigen Leitartikel: "Bis zum letzten Herbst gab es zum finnischen Schulsystem in der ganzen Welt nur positive Nachrichten. ... In weniger als einem Jahr hat die finnische Schule der Welt ein ganz anderes Gesicht gezeigt. ... Fast 20 junge Menschen starben gewaltsam in der Schule. ... Konzentriert sich die Schule zu sehr auf gute Bewertungen? Ist bei der Erziehung der jungen Menschen die Empathie verlorengegangen? ... Das Internet ist nicht schuld an den Vorfällen, aber es zeigt sich, dass junge Menschen es auch nutzen, um aufzufallen und dass der Polizei die nötigen Mittel fehlen. ... Nun müssen wir sorgfältig die Handhabung von Waffen prüfen ... Es ist an der Zeit, innezuhalten und ernsthaft zu hinterfragen, wofür die Gräueltaten der Preis sind."
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