09.01.2009
Zwischen Ungarn und der Slowakei herrscht derzeit ein angespanntes Verhältnis. Die konservative Tageszeitung Magyar Nemzet äußert sich besorgt über den Umgang mit der ungarischen Minderheit in der Slowakei. "Die Slowakei hat einen falschen Weg eingeschlagen. Das Land hat die Ungarnfeindlichkeit zur Staatspolitik erhoben. Ministerpräsident Robert Fico wiederum beeilt sich jedes Mal auf seinen Koalitionspartner, Ján Slota und dessen Slowakische Nationalpartei (SNS), zu zeigen, wenn jemand die radikalen Äußerungen [gegenüber den Ungarn] zur Sprache bringt. Aufgrund des öffentlichen Diskurses in der Slowakei könnte man glauben, dass die dort lebenden Ungarn der Grund allen Übels sind. Die ungarische Minderheit in der Slowakei wird beschuldigt, die Interessen Ungarns zu vertreten, die Stabilität der Slowakei zu untergraben und darauf zu sinnen, die an Ungarn grenzende Südslowakei dem Land zu entreißen. Sie sind suspekt und gefährlich. Und sie sind Bürger zweiten Ranges, die weniger wert sind als die reinblütigen Slowaken. ... Die slowakische Wirtschaft entwickelt sich prächtig. ... Die Gesellschaft aber wird zentral aus Bratislava radikalisiert."
» zum ganzen Artikel (externer Link, ungarisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Innenpolitik, » Ungarn, » Slowakei Alle verfügbaren Texte von » Levente Sitkei
» zur gesamten Presseschau vom Montag, 6. Oktober 2008
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