09.01.2009
Noch besteht nach dem ersten Durchgang der Parlamentswahlen in Litauen keine Klarheit über die Zusammensetzung der künftigen Regierung, aber die Tageszeitung Lietuvos rytas ist schon heute pessimistisch: "Wir werden die erste Regierung haben, die ein Land ohne Atomkraftwerk und dafür in vollständiger Abhängigkeit von russischem Öl und Gas leitet, und das gab es bislang weder im Kältewinter 1993 noch im Arbeitslosigkeitsherbst 2000. Auch wird die neue Regierung bereits in ihren ersten Amtstagen mit einer stagnierenden Wirtschaft und einem steigenden Haushaltsdefizit konfrontiert, während die Menschen immer unzufriedener werden. Die Rechnungen für Strom und Heizungen steigen, es werden immer mehr Kredite aufgenommen, und deren Bedingungen verschlechtern sich aufgrund der Finanzkrise. Außerdem kommt die Universitätsreform nicht vom Fleck, das Gesundheitswesen tritt auf der Stelle, und die Lehrergehälter wurden nicht erhöht und werden es auch nicht, wenn der Etat nicht steigt."
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