05.07.2009

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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Freitag, 9. Februar 2007

Streit der Großmächte um Raketen-Abwehrschirm

"Russland und die USA streiten um einen Raketen-Abwehrschirm und schüren damit nur Misstrauen", schreibt Frank Nienhuysen. "Die Pläne der Amerikaner, einen Teil ihres Raketenabwehrsystems in Tschechien und Polen zu stationieren, sollen nach dem Ansinnen Washingtons vor allem Europa vor Angriffen aus Iran schützen. Doch nun fühlt sich insbesondere Russland getroffen, und Verteidigungsminister Sergej Iwanow schießt zurück. Iwanow spricht zunächst von einem 'unfreundlichen Signal', kündigt dann demonstrativ die massive Modernisierung des russischen Raketenarsenals an und droht sogar damit, das Verhältnis zur Nato zu überdenken... Ein neues Wettrüsten, gar eine Zäsur in den Beziehungen zwischen der Nato und Russland, darf es wegen der Raketen nicht geben. Mühsam ist in den vielen Jahren seit dem Zerfall der Sowjetunion ein Vertrauensfundament zementiert worden, das allzu große Belastungen noch nicht verträgt. Der Tonfall zwischen Moskau und Washington muss sich also wieder mäßigen, und die Europäer können dabei eine entscheidende Rolle spielen."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 9. Februar 2007

 

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