05.07.2009
Lubos Palata sieht Tschechien vor einem Dilemma: Die Wahl des nächsten Staatspräsidenten erscheint ihm wie die Wahl zwischen Pest und Cholera, gebe es doch nur zwei Kandidaten, die ungeeigneter nicht sein könnten: der derzeitige Amtsinhaber Vaclav Klaus und sein langjähriger sozialdemokratischer Widerpart, Ex-Premier Milos Zeman. "Nichts gegen beide Herren, jeder hat seine Qualitäten", ironisiert der Kommentator. Klaus sei ein ausgemachter Nationalist und Antieuropäer, der in wichtigen Hauptstädten nicht willkommen sei. Mit Zeman, der dem Alkohol und derben Sprüchen zuneige, könnte es noch schlechter enden. Palata empfiehlt stattdessen die Rückkehr Vaclav Havels, denn er sei "der tschechische Politiker Nummer Eins geblieben".
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