30.08.2008
In Bulgarien wird debattiert, wie lange eine Beobachtung des Landes durch die EU noch angemessen ist. Svetoslaw Tersiew findet diese Diskussion sinnlos, denn das EU-Monitoring habe ohnehin nicht zu einem Rückgang der Korruption im Lande geführt. "Seit über einem halben Jahr macht Bulgarien angeblich Fortschritte in der Kriminalitäts- und Korruptionsbekämpfung, und die Kommission tut so, als ob sie diesen Prozess streng verfolge. Dieses Spiel kann - im längsten Fall - noch drei Jahre so weitergehen, aber es steht schon jetzt fest, dass weder die großen Kriminellen noch die korrupten Funktionäre in den oberen Etagen noch der Staat Probleme damit haben werden. Wann dem Monitoring ein Ende gesetzt wird - ob sofort, im nächsten Jahr oder 2009 -, ist reine Formalität. Brüssel hat den Bulgaren ihre letzte Hoffnung geraubt, dass eine Rettung vor der Mafia von außen kommen könnte."
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