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Die Presse - Österreich | Samstag, 5. Juli 2008

Registrierung italienischer Roma

Die italienische Regierung hat trotz europaweiter Empörung begonnen, die Fingerabdrücke der in Lagern lebenden Roma zu registrieren. Die Presse fühlt sich an die Vergangenheit erinnert: "Es dient - natürlich - alles nur der Sicherheit. ... Auf Anordnung des Innenministers werden nun Bewohnern von Roma-Lagern Fingerabdrücke abgenommen: Männern und Frauen, Erwachsenen und Kindern - zur 'Kriminalitätsbekämpfung' und als 'Schutz' der Roma-Kinder vor Ausbeutung. Das Vorurteil, die 'Zingari' seien allesamt Diebe und Kinderentführer, hält sich in Italien beständig. ... Nun werden die Roma von der Regierung unter Generalverdacht gestellt - ganz offiziell und ganz unverschämt." Vor allem der Präsident der italienischen Abgeordnetenkammer Gianfranco Fini und seine Mitstreiter sollten sich daran erinnern, "dass ihre früheren politischen Vorbilder gemeinsam mit deren deutschen 'Freunden' schon einmal Italiens Roma kollektiv registriert hatten. Was damals mit Registrierung begann, endete in den Gaskammern von Auschwitz."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 7. Juli 2008

 

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