04.07.2009
Den drei polnischen Werften droht die Schließung, weil die EU-Kommission wegen fehlender Sanierungspläne über eine Milliarde Euro an Fördergeldern zurückfordert. Die linksliberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza kritisiert die Schuldzuweisungen der Werftarbeiter und der polnischen Opposition gegenüber der EU und der Regierung. "Wir sind in der EU, aber wir bleiben immer noch Polen. Wenn es also zur Schließung der Werften kommt, beginnt sofort eine Abrechnung und die Suche nach Schuldigen. Es geht um Emotionen und Populismus, aber nicht um Fakten. Wütende Werftarbeiter werden nach Warschau kommen und behaupten, dass sie nie irgendwelche öffentliche Hilfe bekommen hätten. ... Es wird der Rücktritt des jetzigen Schatzministers gefordert, obwohl eine viel größere Verantwortung bei den vorherigen Regierungen liegt, die jahrelang keine Lösung für das Problem gefunden haben. Es werden Anklagen an die Adresse der Kommission erhoben, die angeblich an der Leine westeuropäischer Werften hängt. ... Das Problem der Werften ist indes viel trauriger. Es geht vor allem um die Unfähigkeit, sich der verändernden Wirklichkeit anzupassen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, polnisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Unternehmen, » Wirtschaftspolitik, » Polen Alle verfügbaren Texte von » Witold M. Orlowski
» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 18. Juli 2008
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