04.07.2009
Bei den derzeit in Genf stattfindenden Verhandlungen der Welthandelsorganisation (WTO) versuchen sich die beteiligten Mitgliedstaaten auf eine Liberalisierung des Welthandels zu einigen. Die Wirtschaftszeitung Financial Times Deutschland ist skeptisch, ob sich die Doha-Runde auf die angestrebten Zollsenkungen verständigen kann. "Die EU, anders als die G20-Gruppe der wichtigsten Entwicklungsländer, [hat] große Schwierigkeiten, einheitlich aufzutreten. Wagt sich einer ihrer Akteure vor, so kann es leicht passieren, dass er umgehend wieder eingefangen wird. ... Die Lustlosigkeit der Unterhändler steht in einem merkwürdigen Missverhältnis zu den immer drängenderen globalen Problemen. Die steigenden Preise für Nahrungsmittel auf den Weltmärkten haben auf drastische Weise deutlich gemacht, welche Vorteile eine weitere Liberalisierung des Handels mit sich bringen könnte. Jeder Schritt der Abschottung verschärft das Problem zusätzlich. Dass die angeschlagenen Boxer in der WTO ausgerechnet diesmal den entscheidenden Schlag setzen, ist unwahrscheinlich. ... Mit Freihandel lassen sich keine Mehrheiten mehr gewinnen - auf keiner Seite des Atlantiks."
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