04.07.2009
Der sozialistische Europaabgeordnete Henri Weber analysiert in der Tageszeitung Le Monde den Rückgang des Sozialismus in Europa: "Die Niederlagen bei Wahlen häufen sich, die Zahl aktiver Mitglieder geht zurück, die Verbindung zu Gewerkschaften und Vereinen wurde gelockert. Vor nur sieben Jahren führten die Sozialisten noch dreizehn Regierungen in der Europäischen Union. Heute ist dies nur noch in Spanien, Portugal und - wer weiß, wie lange noch - in Großbritannien der Fall. ... Dieser Rücklauf der roten Welle der Jahre 1996 - 2006 hat vielfältige Gründe. Man machte natürliche Aufreibung der Macht nach mehreren aufeinander folgenden Amtsperioden geltend (Tony Blair in Großbritannien, Göran Persson in Schweden), die Unfähigkeit der Linken, dem von der Gesellschaft ausgehenden Ordnungsbedürfnis überzeugend nachzukommen. ... Ihre armselige Unfähigkeit, den Fluss und die Integration von Migranten zu meistern. ... Die neue Ära der Globalisierung, in die wir eingetreten sind, mit dem Höhenflug der Energiepreise, der landwirtschaftlichen Produkte und der Rohstoffe und ihren wiederholten Finanz- und Wirtschaftskrisen wird diese Liste nicht verschönern. Wenn sie wieder an die Macht kommen will, muss die europäische Sozialdemokratie ein neues politisches Angebot vorschlagen."
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» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 20. August 2008
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