05.07.2009
Die Tageszeitung La Vanguardia kommentiert den gestrigen Anschlag auf die NATO-Truppen in Afghanistan, bei dem zehn französische Soldaten ums Leben kamen: "Das Beunruhigende an diesem Anschlag ist, dass er nur 50 Kilometer von der Hauptstadt Kabul und von einer Gruppe von etwa hundert Aufständischen durchgeführt wurde. Das ist ein weiterer Hinweis auf den starken Anstieg der Offensive der Taliban. ... Die Situation in Afghanistan verschlechtert sich trotz der Anwesenheit von 70.000 Soldaten der USA und der NATO, darunter 500 Spanier. Der Westen ist noch weit davon entfernt, dieses riesige Land zu kontrollieren, obwohl er den Krieg gegen die Taliban theoretisch schon Ende 2001 gewonnen hatte. [Stattdessen] sitzt er in dem Land nach siebenjähriger Militärpräsenz gefangen. Die Regierung unter [dem afghanischen Präsidenten] Hamid Karzai ist so schwach, dass sie vermutlich keinen einzigen Tag hielte, zögen sich die Alliierten zurück - was schwerwiegende Folgen in der Region hätte, vor allem in Pakistan."
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