05.07.2009

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Rzeczpospolita - Polen | Mittwoch, 13. September 2006

Elzbieta Isakiewicz über den polnischen Patriotismus

Die Journalistin und Schriftstellerin Elzbieta Isakiewicz wendet sich gegen Kritiker des polnischen Patriotismus: "Das alte Europa lehrt uns egoistisches Verhalten, denn es trägt in der Konsequenz zum Wohle der Gemeinschaft bei. Publizisten sollten keine Tränen vergießen, Politiker nicht rumjammern, wenn auch wir versuchen, etwas für uns herauszuschlagen. Sie sollten der Öffentlichkeit nicht einreden, man dürfe in Europa nicht aufmüpfig sein, weil das unsere Position schwächen würde und kleinlich und kurzsichtig sei. Der Entwurf der Europäischen Verfassung war nicht nur für Polen, sondern auch für Europa schädlich. Er ist deswegen im Papierkorb gelandet, weil die Dominanz einiger Staaten über die anderen eine Zeitbombe ist, die das Werk der Integration zu sprengen drohte. Frustrierte, gedemütigte Mitglieder der Union sprengen diese früher oder später in die Luft. Der Kampf um eigene Interessen ist ein fester Bestandteil der Gemeinschaft und garantiert ihre friedliche Existenz. Deutsche und Franzosen haben das Recht, ihre Interessen zu verteidigen - Esten und Polen auch."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 13. September 2006

 

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