07.01.2009
2007 bekommt die EU eine Metropole hinzu, wie sie sie bislang nicht gekannt hat: die bulgarische Hauptstadt Sofia, berichtet Uwe Rada. "Schon die Fahrt vom Flughafen ins Zentrum lässt jeden Zweifel verfliegen. Hier zieht keine europäische Stadt mit geordneten Vorstädten und kompaktem Zentrum vorbei, sondern das, was der bulgarische Kulturwissenschaftler Iwajlo Ditschew eine 'fluide Stadt' nennt: einzelne Hochhäuser, Plattenbaugebirge, mehrspurige Schnellstraßen, dazwischen Kioske und Wellblechsiedlungen." Zur Zeit der Wende hatte Sofia 800.000 Einwohner, heute sind es geschätzte zwei Millionen. "Eine solche Verstädterung kennt man sonst nur aus den Megacities in Afrika oder Asien. Und wie dort verschiebt sich auch die Wahrnehmung von Zentrum und Peripherie. Das wirkliche Sofia findet man nicht im lebendigen Stadtzentrum mit seinen Cafés, Boutiquen und Flaniermeilen. Es liegt draußen in den Trabantenstädten Ljulin, Mladost (Jugend), Druschba (Freundschaft) oder Nadescha (Hoffnung)."
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» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 29. September 2006
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