08.01.2009
Vera Gaserow sieht in den Plänen der EU-Kommission, wieder stärker auf Atomenergie zu setzen, keine tragfähige Lösung für Europas vielschichtige Energiepropleme: "Die EU hat dabei altbekannte Kronzeugen im Gepäck: Klimaschutz und Versorgungssicherheit. Die russische Pipeline mag da für die Atomdiskussion willkommener Panikmacher sein. Doch das aktuelle Beispiel zeigt: Europas Energiepolitik muss sich gegen die Abhängigkeit von einem Rohstoff und einem Land schützen. Gegen potenzielle Erpressbarkeit hilft aber keine nationale Autarkiepolitik, wie sie einigen mit Blick auf die Atomkraft vorschwebt. Auch das dafür nötige Uran wächst schließlich nicht auf heimischen Kuhweiden. Nein, gegen die Abhängigkeit von Energielieferanten helfen nur ein breiter Energiemix, große Diversifizierung der Lieferstaaten und funktionierende Märkte, die darauf bauen können, dass Russland oder die arabischen Ölstaaten ihre politisch instrumentalisierten Schätze auch verkaufen wollen."
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» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 10. Januar 2007
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