07.01.2009
Chefredakteur Jean-Marie Colombani bedauert, dass sich die französischen Präsidentschaftskandidaten in Bezug auf Europa "an Bescheidenheit überbieten" und sich stattdessen "große Sorgen um die nationale Identität" machen. "Als ob es nicht genau darum ginge, mit europäischen Ambitionen Erfolg zu haben! Als ob die Geschichte uns nicht gelehrt hätte, dass eine solche Ambition untrennbar mit der französischen Identität verbunden ist! Das wäre die beste Garantie dafür, dass wir uns auf dem Weg zu einer europäischen Identität befinden. Gewiss gibt es da noch kein Modell. Aber es gibt - von Brest bis Budapest - die Grundlagen für eine Kultur der Solidarität und des Dialogs mit den Großmächten China und Amerika. Die Nation bleibt, so will es die Mehrheit der Europäer, der wichtigste Rahmen für demokratische Meinungsäußerung und die Gestaltung des nationalen 'Modells'. Aber die EU ist jetzt schon der einzige Rahmen, der es den Nationen erlaubt, die großen Fragen, die sich uns stellen, zu beantworten."
» zum ganzen Artikel (externer Link, französisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Migration, » Integration, » Frankreich, » Europa Alle verfügbaren Texte von » Jean-Marie Colombani
» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 27. März 2007
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