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Élet és Irodalom - Ungarn | Dienstag, 3. Januar 2006

Triests Geist

Der letzte Wunsch des 2002 verstorbenen ungarischen Schriftstellers Miklos Meszöly war es, seine Asche in Triest über das Meer verstreuen zu lassen, die Teilnehmer der Zeremonie sollen in ein Kaffeehaus gehen und sich nicht über ihn unterhalten. Warum ausgerechnet Triest? Sein Kollege und Freund Laszlo R. Hollos gibt in einer Hommage auf die Stadt die Antwort: "Triest liegt an der Grenze zwischen Norden und Süden, wie Mesölys Geburtsstadt Szekszard. Es ist eine unsichtbare Grenze zwischen zwei Landschaften, an der man zwei Welten gleichzeitig erleben kann. An der Küste in Triest sind Frohsinn, Lärm und Düfte des Mittelmeerraums zu spüren, aber zwischen den Häusern flattert keine aufgehängte Wäsche im Wind. Die Stadt ist kälter, geschlossener als andere italienische Städte. Durch die blendenden Farben der Adria schlendert der Geist Wittgensteins."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 3. Januar 2006

 

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