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Der Standard - Österreich | Mittwoch, 23. Mai 2007

Fjodor Lukjanow über die unterschiedlichen Werte der EU und Russlands

Für den russischen Journalisten Fjodor Lukjanow markiert das jüngste Treffen zwischen Russland und EU-Politikern "das Ende eines beiderseitigen Experiments". "Grundsätzlich stellt sich natürlich die begründete Frage: Wozu brauchen wir überhaupt Integrationsprojekte mit der Europäischen Union? China wird nie 'gemeinsame Werte' mit der EU haben, und doch ist Peking ein sehr großer und gewünschter EU-Wirtschaftspartner. Das Geheimnis liegt in unserer Psychologie. China ist es völlig einerlei, was Europa oder sonst jemand über das Land denkt... Obwohl es die Werte zugunsten der Pragmatik verschmäht, fordert Moskau dennoch, dass Europa mit ihm den Wertezugang teilt. Gerade darin liegt ja auch das Wesen des Konfliktes mit den neuen EU-Mitgliedstaaten hinsichtlich der Auslegung der Vergangenheit: Russland ist darüber empört, dass jemand die historischen Ereignisse anders sieht und andere moralische Bewertungen abgibt."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 23. Mai 2007

 

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