07.01.2009
Die Schwulen- und Lesbenparade Christopher Street Day spaltet Lettland, seit Jahren kommt es dort immer wieder zu homophoben Ausschreitungen. Nach einem Verbot im letzten Jahr konnte die Demonstration am Wochenende stattfinden - allerdings mit Einschränkungen. Aivars Ozolins kritisiert die lettischen Politiker, vor allem Innenminister Ivars Godmanis und Ainars Slesers, den Vorsitzenden der christlich-fundamentalistischen Partei: "Slesers hält es für seine Hauptaufgabe, staatliche Gelder dafür einzusetzen, Hass und Intoleranz gegenüber Homosexuellen zu schüren und diese als Hauptfeinde des Staates zu diffamieren. Nun haben diese Politiker eine schlaue Lösung gefunden: Die CSD-Teilnehmer werden auf einem eng begrenzten Gelände in einem Park zusammengepfercht, zu dem 'Unbefugte' keinen Zutritt haben... Es geht um die Integration dieser Menschen. Aber Godmanis hat genau das Gegenteil erreicht, indem er sie demonstrativ ausgegrenzt hat - eine Parodie auf die in der Verfassung garantierten Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit."
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