07.01.2009
Der ungarische Staatssekretär Gábor Szetey hat als erster Politiker Ungarns seine Homosexualität öffentlich gemacht - in einer Rede beim Schwulen- und Lesben-Festival in Budapest. Von der Presse wurde der 39-Jährige als Held gefeiert. Das Festival endete jedoch gewaltsam: Rechtsextreme attackierten Demonstranten der Homosexuellen-Parade. Im Interview mit Szilvia Szilágyi sagt Szetey: "Unser Land hat sich mit den Unruhen vom Herbst 2006 verändert... Die Gesichter und Symbole der Homosexuellen-Gegner bei der Parade 2007 waren die gleichen wie bei den Unruhen von 2006. Es handelt sich um eine kleine, aber laute rechtsradikale Gruppe, die alle brüskieren will... Laut einer Umfrage fanden 51 Prozent der Befragten meine Rede mutig und meinten, sie trage zur Verbesserung der Situation der Schwulen bei. Es ist doch merkwürdig, dass es den Konservativen so wichtig ist, dass unsere Nachbarstaaten mit den ungarischen Minderheiten korrekt umgehen, ihnen die Gleichberechtigung im eigenen Land aber egal ist."
» zum ganzen Artikel (externer Link, ungarisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Religion, » Minderheiten, » Weltanschauung, » Ungarn Alle verfügbaren Texte von » Gábor Szetey
» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 13. Juli 2007
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