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La Stampa - Italien | Dienstag, 14. August 2007

Die Untätigkeit des Westens gegenüber dem "Antiziganismus"

Nach dem Tod von vier Roma-Kindern wird in Italien weiter über die Lage der Roma debattiert. Der Sprecher der Gemeinde Sant'Egidio, Mario Marazziti, erklärt: "Der Westen hat die Vernichtung der Zigeuner im Zweiten Weltkrieg noch nicht aufgearbeitet. Aber 300.000 bis eine halbe Millionen von ihnen sind in den Vernichtungslagern der Nazis umgebracht worden (schon die ungenaue Zahl zeigt die Gleichgültigkeit der Historiker). Der Westen ist nicht immun gegen den 'Antiziganismus' geworden. Es gab keine Entschädigungen, keine Kollektivschuld oder Scham... In Italien haben Roma eine Lebenserwartung von 45 Jahren. Nicht weil sie in ihren Wohnwagen verbrennen, sondern aufgrund ihrer Lebensbedingungen: Krankheiten, Unfälle, Mangelernährung... Das Problem liegt nicht in der Zahl der Straftaten, die von ihnen begangen werden, denn ein normales Land kann Straftäter bestrafen. Die Ursache dieser Straftaten sind Armut und Ausgrenzung - und nicht die 'Kultur der Zigeuner'."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 15. August 2007

 

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