21.11.2008
Ivan Krastev schreibt über das Verhältnis von Russland und Europa. Karstev leitet das Zentrum für liberale Strategien in Sofia und ist Chefredakteur der bulgarischen Ausgabe von Foreign Policy. Sein Artikel erschien in der russischen Tageszeitung "Wedomosti", bevor er auf bulgarisch gedruckt wurde: "Moskau macht sich Hoffnungen, dass in einigen Mitgliedstaaten der EU Nationalismus und ein stärkeres Empfinden nationaler Identität aufkommen könnten. Es erwartet, dass die EU auf ähnliche Weise wie die Sowjetunion Anfang der 90er Jahre untergehen wird. Vom Standpunkt Moskaus aus ist die Europäische Union eine nachfolgende Utopie, deren Zeit begrenzt ist... Das Zusammenwirken eines europäischen politischen Postmodernismus und der russischen souveränen Demokratie könnte schwierig und gar gefährlicher werden, als es beim [Verhältnis zwischen] sowjetischem Kommunismus und der westlichen Demokratie der Fall war. Haben Sie das vor Augen!"
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