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Berlingske Tidende - Dänemark | Samstag, 1. September 2007

Meinungsfreiheit und Karikaturen

Knapp zwei Jahre nach dem dänischen Karikaturen-Streit ist nach der Publikation einer Mohammed-Karikatur in der schwedischen Lokalzeitung Nerikes Allehanda eine neue Debatte um die Meinungsfreiheit entbrannt. Im Iran und in Pakistan gab es offizielle Proteste, schwedische Websites werden boykottiert und muslimische Gruppen in Schweden fordern eine Entschuldigung. Die Zeitung kommentiert: "Sich gekränkt zu fühlen, ist eine natürliche Sache. Das beinhaltet allerdings nicht, dass man das Recht hat, die Meinungsfreiheit anderer einzuschränken oder außer Kraft zu setzen. Die Meinungsfreiheit ist das Herzblut der Demokratie. Wenn man sie abschafft, sterben der freie Bürger und die freie Gesellschaft... Diese gemeinsame europäische Lektion lernen wir in diesen Jahren: Die Rücksichtnahme auf das Recht, sich gekränkt zu fühlen..., kann uns unfähig machen, unsere Demokratie... zu verteidigen. Die Schweden lernen diese Lektion erst jetzt – besser spät als nie. Wir sind schon weitaus klüger, als wir es noch vor zwei Jahren waren."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 3. September 2007

 

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