07.01.2009
"Das föderale System kann den separatistischen Anwandlungen vor allem der Flamen kaum Einhalt gebieten", schreibt die spanische Zeitung. "In dem Land, das nur deshalb noch eine Einheit ist, weil es katholisch und eine Monarchie ist und weil Brüssel die europäischen Institutionen beherbergt, sind die Flamen die Reicheren. Aber immer weniger Flamen sprechen Französisch, immer weniger Wallonen sprechen Flämisch... Die Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung sind ein Echo auf die Schwierigkeit, in Belgien überhaupt ein Gefühl von Einheit aufrecht zu erhalten. Im flämischen Teil ist der Drang nach Unabhängigkeit vor allem bei den Rechtsextremen sehr stark. Die Flamen wollen eine Reform des föderalen Systems vor allem mit dem Ziel, eine autonome Regierung zu bekommen, und denken an eine Konföderation. Die Wallonen leisten Widerstand. Sie sind die wirtschaftlichen Verlierer - nur nicht in der Brüsseler Region, die selbst eine föderale Einheit ist."
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