07.01.2009
In jüngster Zeit hat der iranische Präsident mehrfach öffentlich Zweifel am Holocaust geäußert, die teilweise in der arabischen Welt geteilt werden, schreibt der Literaturkritiker Fakhri Saleh. Die meisten arabischen Revisionisten übernähmen dabei die Thesen "von westlichen Autoren wie Roger Garaudy, David Irving und Robert Faurisson; allerdings gibt es auch arabische Historiker, die sich selbst mit der westlichen Holocaust-Forschung auseinandersetzen... Freilich wird auch ein objektiver Betrachter die Zusammenhänge zwischen dem Leiden der Palästinenser und der in der arabischen Welt weit verbreiteten, sozusagen reflexartigen Verneinung des Holocaust nicht von der Hand weisen können. Die Araber, und mit ihnen die Palästinenser, dürfen die Augen nicht vor der Judenvernichtung verschließen. Und es wäre durchaus denkbar, dass eine dauerhafte Friedenslösung, die Räumung der besetzten Gebiete in Cisjordanien und das Entstehen eines lebensfähigen Palästinenserstaats die Sicht von arabischen Politikern, Intellektuellen und Medienschaffenden auf den Holocaust deutlich verändern würden."
» zum ganzen Artikel (externer Link, deutsch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Geschichte, » Naher und Mittlerer Osten Alle verfügbaren Texte von » Fakhri Saleh
» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 19. Januar 2006
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