08.01.2009
Seit Montag streiken die bulgarischen Lehrer. Sie wollen damit eine Verdoppelung des bisherigen Durchschnittsgehalts von 170 Euro im Monat erreichen. Die Regierung will aber zuerst eine Bildungsreform durchführen und dann die Gehälter erhöhen. Bojko Pentschew kommentiert: "Jeden Tag wird in den Medien die klassische Frage debattiert: Was war zuerst da, die Henne oder das Ei? Braucht es zuerst höhere Einkommen für die Lehrer oder eine Reform des Bildungssystems? Sollte man die Angelegenheiten nicht lieber getrennt regeln? Die entwürdigend niedrigen Gehälter der Lehrer führen dazu, dass sich immer weniger Menschen für diesen Beruf entscheiden. Das lässt sich auch nicht durch Anreize wie neue Computer ändern... Niemand streikt für eine Reform des Bildungssystems. Die Leute wollen mehr Geld und sie haben Recht. Immerhin leben sie in einem EU-Land mit europäischen Preisen."
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