07.01.2009
Jean Pisani-Ferry vom Wirtschaftsinstitut Bruegel in Brüssel erklärt im Interview mit Richard Werly, warum die Uneinigkeit unter den Ländern der Eurozone problematisch ist: "Es reicht, die Erklärungen des einen oder anderen zu hören. Es gibt zwar gemeinsame Positionen, aber sie werden nicht dauerhaft von den Mitgliedsstaaten unterstützt. Die Eurozone ist weniger gespalten, als es scheint, aber sie zu uneins, um eine Kakophonie zu verhindern. Es bedarf einer klaren Leitlinie und einer Verständigung über eine Neuaufteilung der Zuständigkeitsbereiche: Es muss geklärt werden, was in den Bereich der Finanzpolitik fällt, wofür die Europäischen Zentralbank zuständig ist, was Finanzdiplomatie ist und was Sache der Regierungen. Vieles war nicht eindeutig genug. Wir brauchen mehr verbale Disziplin und weniger kollektives Spiel. Wir treten nun in einer schwierige Phase ein, in der das gute Funktionieren der europäischen Währungsunion möglicherweise auf die Probe gestellt wird."
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