07.01.2009
Bei dem seit zehn Tagen andauernden Lehrerstreik in Bulgarien geht es nach Georgi Gospodinow um mehr als bessere Bezahlung und Bildungsreformen: "Der Lehrer befindet sich auf der dunklen Seite der bulgarischen Gesellschaft. Sein Auftritt auf der Straße, die Radikalisierung des Streiks ist ein Versuch, aus diesem Schattendasein herauszutreten... Denn es gibt, was die Lichtverhältnisse angeht, ein anderes, paralleles Bulgarien. Das sind Leute, die nie in den Zeitungen vorkommen, es sei denn, es geschieht ein Brand, eine Überschwemmung, ein Verbrechen. In diesem anderen Bulgarien arbeiten Schneiderinnen, Putzfrauen, Museumsmitarbeiter für minimale Löhne, ohne Rechte und mit falschen Versicherungspapieren... Die Forderung der Lehrer nach besserer Bezahlung ist ein Zeichen für den Wunsch nach Respekt."
» zum ganzen Artikel (externer Link, bulgarisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Bulgarien Alle verfügbaren Texte von » Georgi Gospodinow
» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 5. Oktober 2007
Bookmarken bei
Um den kostenlosen Newsletter zu abonnieren oder zu kündigen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein: