07.01.2009
In Bulgarien fand gestern die größte Demonstration der letzten 10 Jahre statt – nach drei Wochen erfolgloser Verhandlungen mit der Regierung haben zehntausende Lehrer deren Rücktritt gefordert. Aus Angst, dass sich die stürmischen Ereignisse um den Kabinettsturz von 1997 wiederholen, hatten die regierenden Sozialisten für enorme Sicherheitsmaßnahmen gesorgt, berichtet Georgi Gospodinov: "Lange habe ich die Innenstadt nicht mehr so erlebt: Metallgitter um das ganze Parlament, Horden von Polizisten und Gendarmen, Straßensperren. Als fände eine filmische Rekonstruktion der Ereignisse von vor 10 Jahren statt... Wer sind die 'gefährlichen Elemente', gegen die man sich da wappnet? Die Lehrer. Ihre Forderung nach Verdoppelung der 150-Euro-Löhne haben die Regierenden als gefährlich für die Inflation erklärt... In Zeiten, in denen man weltweit in Wissen investiert, legt der bulgarische Staat gegenüber Lehrern ein seltsam distanziertes Verhältnis an den Tag."
» zum ganzen Artikel (externer Link, bulgarisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Erziehung / Ausbildung / Bildung, » Bulgarien Alle verfügbaren Texte von » Georgi Gospodinow
» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 12. Oktober 2007
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