07.01.2009
Die Tageszeitung kritisiert den ungeschickten Umgang in Großbritannien mit dem Thema Immigration: "Der Fehler liegt nicht bei den Immigranten, sondern bei den Politikern, die sich den Herausforderungen und Chancen entziehen, die die Immigration mit sich bringt. Weder die etwas seltsame Entscheidung der Regierung, die Freizügigkeit für bulgarische und rumänische Arbeitnehmer zu begrenzen, noch die von David Cameron zart vorgebrachte Forderung, die Immigration direkt zu steuern, sind konstruktive Politik. Der neueste Misserfolg ist die Entdeckung, dass sich 1,1 Millionen ausländische Arbeitskräfte im Land befinden und nicht etwa 800.000... Das ist befremdlich und Folge eines grundlegenden Fehlers bei der Datenauswertung. Die Regierung hat Immigration und Nationalität verwechselt: auch einige britische Staatsbürger sind Immigranten... Die Wahrheit ist: Von der Immigration profitieren alle Bürger, weil sie die Wirtschaft kreativer und flexibler macht... Weder Regierung noch Opposition haben den Mut, den Vorreiter zu spielen. Schade."
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