08.01.2009
Die spanische Historikerin Isabel Burdiel kritisiert die katholische Kirche in Spanien, die immer noch glaube, die Könige seien ihr unterstellt. "Nach der Vorstellung der Kirche basiert die Macht der Monarchie auf göttlichem Recht und nicht etwa auf dem Willen des Volkes. Die Könige haben demnach die Pflicht, die Kirche gegenüber Säkularisierung durch Staat und Gesellschaft in Schutz zu nehmen. Doch die Vorstellung von einem König, der über den Parteistreitigkeiten steht - und auch über Streitigkeiten, die die 'religiöse Frage' provoziert - , ist nicht mit dem Selbstverständnis der Kirche zu vereinbaren... Eine demokratische Monarchie funktioniert nach einer Logik, die der der Kirche entgegen steht... Die Anwesenheit von Juan Carlos trägt sehr zur Beruhigung der Gemüter bei. Für die Demokraten besteht seine Legitimität genau darin, dass er sich aus den berechtigten Kämpfen der Parteien konsequent heraushält, auch in 'religiösen Fragen'. Der König sollte nur dann eingreifen,... wenn die Demokratie in Gefahr ist."
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» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 31. Oktober 2007
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