08.01.2009
John Micklethwait, Chefredakteur der Wochenzeitschrift, macht zwei Gruppen aus, die sich mit der veränderten Rolle der Religion in der Politik schwer tun: "Zum einen sind es Politiker, vor allem Außenpolitiker. Realpolitik kann mit dem Irrationalen nicht viel anfangen. Im Inhaltsverzeichnis von Henry Kissingers Buch "Diplomacy", seinem 900-Seiten-Meisterwerk über die Staatskunst, taucht das Wort 'Religion' nicht ein einziges Mal auf... Die andere Gruppe, die sich mit der Rolle der Religion im öffentlichen Leben schwer tut, sind Liberale. Wenn die religiöse Überzeugung schlicht unvernünftig erscheint – zum Beispiel wenn Schulen Kreationismus lehren –, ist es leicht, Einwände zu erheben. Aber in vielen Fällen gibt es liberale Argumente auf beiden Seiten. Wer heute eine Religion annimmt, tut dies aus freier Wahl. Ist es liberal, einen Angestellten der British Airways davon abzuhalten, ein Kruzifix zu tragen? Wessen Rechte werden beeinträchtigt, wenn die Mehrheit der Insassen in einem türkischen Bus den Fahrer darum bittet anzuhalten, weil sie beten möchten?"
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» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 2. November 2007
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