08.01.2009
Das Beispiel Belgien zeigt: Nationalregierungen sind in der EU überflüssig, meint Ferreira Fernandes ironisch. "Belgien ist die Verwaltungshauptstadt Europas. Von Brüssel aus werden die Richtlinien an alle Regierungen der 27 EU-Staaten geschickt. Doch im Moment gibt es in Brüssel selbst keine Regierung, die diese Richtlinien empfangen könnte. Am Mittwoch ist Belgien seit 150 Tagen regierungsunfähig... Die institutionellen Aussetzer des Landes sind nichts Neues, aber sie haben noch nie so lange gedauert. Man könnte das als rein lokales Problem betrachten (wenn wir ihre Traditionen achten, dann sollten wir vielleicht besser sagen: ein flämisches Problem und ein wallonisches Problem), wenn da nicht diese zentrale Rolle wäre, die Belgien spielt. Wenn selbst das Land, aus dem die Richtlinien stammen, keine Regierung braucht, wozu brauchen die anderen dann eine?"
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