07.01.2009
"Der Zwist zwischen Flamen und Wallonen hat den belgischen Staat in eine schwere politische Krise gestürzt. Belgien hat gestern einen neuen Rekord aufgestellt: 148 Tage wurde bisher erfolglos über die Regierungsbildung verhandelt", schreibt die Zeitung. "Das Autonomiestreben des flämischen Nordens und die Verschiedenheiten zwischen den beiden Landesteilen haben schon immer eine große Instabilität bewirkt. Doch drei Faktoren konnten als Gegengewicht bislang die Einheit des Landes garantieren: die Monarchie, Brüssel als Herz und Sitz der EU und die Regierungsbeteiligung von Flamen und Wallonen, die sehr komplexe Absprachen treffen konnten. Nun, da dieses letzte Element fehlt, um den nationalen Zusammenhalt zu garantieren, erkennt man das Ausmaß der Krise und begreift, warum sie so schwer zu lösen ist."
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