07.01.2009
Die bulgarischen Lehrer haben sich zu einem zweiten Streik in diesem Schuljahr entschlossen. Diesmal soll es nicht um höhere Gehälter, sondern um die Bildungsausgaben insgesamt gehen: 4,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts hält die Lehrergewerkschaft für unzureichend. Dolores Witanowa kritisiert, die Lehrer hätten bei ihrem ersten Streik, der 40 Tage dauerte, zu viele Fehler gemacht: "Zunächst haben sie für mehr Geld gekämpft. Aber als man sich bei Verhandlungen einigte, haben sie begriffen, dass ihre Rechnung nicht aufging. Viele Lehrer fühlten sich verraten und manche haben den Streik aufgegeben... Die Probleme in der Bildung sind nicht neu. Aber jede Regierung gibt der nächsten die Reform wie eine heiße Kartoffel weiter. Wenn die Reform jetzt noch einmal verschoben wird, werden wir bald sogar Rumänien hinterherhinken."
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