07.01.2009
Mark Leonard und Nicu Popescu vom European Council on Foreign Relations (ECFR) kritisieren in einem Beitrag für Project Syndicate das widersprüchliche Verhalten der Europäer gegenüber Russland: "In den 1990er Jahren fanden es die EU-Mitglieder einfach, sich auf einen gemeinsamen Ansatz gegenüber Russland zu einigen. Sie scharten sich um eine Strategie der Demokratisierung und Verwestlichung eines schwachen und verschuldeten Russlands. Diese Politik liegt nun in Trümmern. Steil ansteigende Öl- und Gaspreise haben Russlands Macht erhöht, es weniger kooperativ werden lassen und sein Interesse, sich dem Westen anzuschließen, verringert. Heute können sich die Europäer nicht einmal über den Charakter des russischen Regimes einigen, und schon gar nicht über die ihm gegenüber einzuschlagende Strategie... Solange die EU weiter zwischen Integration und Containment schwankt, wird sie dem Kreml als schwach und richtungslos erscheinen. Das wiederum wird Russland nur zu einem noch selbstbewussteren Vorgehen ermuntern."
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