07.01.2009
In Deutschland wird wieder debattiert, welche Anforderungen an Migranten gestellt werden sollen und wie eine deutsche "Leitkultur" aussehen kann, an die sie sich anpassen sollen. Dazu schreibt die Grünen-Abgeordnete Ekin Deligöz: "Es geht vielen in dieser in Deutschland geführten Debatte längst nicht mehr um europäische Grundwerte, die uns in unseren Visionen, wohin Europa sich entwickelt, beschäftigen. Es geht längst nicht mehr um den Aufsatz von Bassam Tibi, in dem er von einer demokratischen, laizistischen und zivilisatorischen Identität Europas sprach. Wir reden über Migration und Segregation in Deutschland. Genauer gesagt, reden wir über den Islam in Deutschland, über die bestehenden Ängste, über Vermutungen über das Unbekannte... Ich fühle, lebe, arbeite in Deutschland. Ich identifiziere mich deutlich mehr mit Schwaben als mit meinem Geburtsort. Ich übernehme Verantwortung in diesem Land und will diese Gesellschaft mitgestalten. Aber ich bin auch, und werde es immer bleiben, ethnisch eine Türkin, religiös eine Muslimin. Dennoch ist Integration möglich. Ich bin kein Einzelfall."
» weiterführende Informationen (externer Link, deutsch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Gesellschaft, » Deutschland Alle verfügbaren Texte von » Edin Deligöz
» zur gesamten Presseschau vom Montag, 30. Januar 2006
Bookmarken bei
Um den kostenlosen Newsletter zu abonnieren oder zu kündigen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein: