08.01.2009
Der niederländische Schriftsteller Ian Buruma denkt in einem Artikel für Project Syndicate, den die Zeitung druckt, über das kürzlich verabschiedete spanische Erinnerungsgesetz nach: "Es gehört zur Erhaltung einer offenen Gesellschaft, die Vergangenheit einer öffentlichen Aufarbeitung zu unterziehen. Wenn dies jedoch Regierungen machen, kann sich die Geschichte leicht zu einer gegen die politische Opposition gerichteten Waffe entwickeln – und damit ebensolchen Schaden anrichten wie ein Verbot aller die Vergangenheit betreffenden Nachforschungen... Die Einmischung der Regierung ist nur in sehr begrenztem Rahmen gerechtfertigt. In vielen Ländern gibt es Gesetze gegen die Anstiftung zu Gewaltakten, obwohl man in manchen Ländern weiter geht... Aber selbst wenn extreme Vorsicht in manchen Fällen verständlich ist, könnte es sich als unklug erweisen, verabscheuungswürdige oder einfach skurrile Ansichten über die Vergangenheit generell zu verbieten. Ein Verbot gewisser Meinungen, egal wie verwerflich sie auch sein mögen, erhebt ihre Proponenten letztlich nur in den Status von Dissidenten."
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» zur gesamten Presseschau vom Montag, 28. Januar 2008
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