07.01.2009
Der Westen müsse der Machtpolitik Moskaus etwas entgegensetzen, findet Edward Lucas, Osteuropa-Korrespondent des Economist. "Russland spielt 'teile und herrsche' mit dem Westen und nutzt unsere demokratischen Gesellschaften und offenen Wirtschaftssysteme, um uns zu unterwandern... Russland hat die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die wahrscheinlich wichtigste Einrichtung zur Verbreitung von Demokratie und Beobachtung von Wahlen, eingeschüchtert und zum Schweigen gebracht. Und es hat den Europarat, der eigentlich für die Einhaltung der Menschenrechte zuständig ist, zu einer Quasselbude degradiert... Beim Nato-Gipfel im April in Bukarest werden alle Mitglieder bereit sein, vor dem Druck des Kremls auf die Knie zu fallen und Georgiens Bitte um Mitgliedschaft eine Absage erteilen. Die EU kann noch nicht einmal genug Willensstärke aufbringen, seinen Energie-Binnenmarkt zu liberalisieren und dem rücksichtslosen Ausnutzen billiger Energie-Deals und lukrativer Pipelines etwas entgegensetzen. Unsere größte Schwäche ist Geld."
» zum ganzen Artikel (externer Link, englisch) Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Innenpolitik, » Russland Alle verfügbaren Texte von » Edward Lucas
» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 6. Februar 2008
Bookmarken bei
Um den kostenlosen Newsletter zu abonnieren oder zu kündigen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein: