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Jyllands-Posten - Dänemark | Dienstag, 7. Februar 2006

Der Blick westlicher Muslime auf den Karikaturenstreit

Dieser Aufeinanderprall der Zivilisationen musste kommen, erklärt die niederländische Schriftstellerin und Politikerin Ayaan Hirsi Ali im Interwiev mit Orla Blog. Und auch wenn es nach den Angriffen auf westliche Botschaftsgebäude zynisch klinge, so biete der derzeitige Konflikt doch eine große Chance, findet Ali: "Die Karikaturen können dazu führen, dass die Entwicklung des Islam in Europa binnen weniger Jahre Jahrhunderte vorangebracht wird. Es wurde höchste Zeit, dass ein Aufruhr entfacht wurde. Hätte man die Zeichnungen nicht gebracht, hätte die Diskussion um den Propheten nicht stattgefunden. Man sollte daran denken, dass der Islam nicht die Reform und Anpassung durchgemacht hat, die das Christen- und Judentum über tausend Jahre durchlaufen haben. Im Gegenteil. Der Islam stagniert, seine Gesetze beruhen auf der Stammesgesellschaft. Nun sind alle Moslems in Dänemark und Europa gezwungen, darüber nachzudenken, wie sie sich zu den moslemischen Tabus verhalten sollen, die nicht mit einer modernen demokratischen Gesellschaft übereinstimmen."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 7. Februar 2006

 

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