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Dziennik - Polen | Samstag, 8. März 2008

Paweł Machcewicz über den polnischen Antisemitismus 1968

Polens Präsident Lech Kaczyński hat am Wochenende die vor 40 Jahren erfolgte Ausbürgerung und Ausweisung von rund 15.000 polnischen Juden als "schändlich" verurteilt. Im Gespräch mit Cezary Michalski betont der Historiker Paweł Machcewicz, Polen und nicht die Sowjetunion sei für die im März 1968 begonnene antisemitische Hetzkampagne verantwortlich. "Die antizionistische Kampagne im Jahr 1968 war autonom. Es gibt keine Beweise, dass Moskau Form oder Intensität vorschrieb. Moskau verlangte nur, dass sich der ganze Block im Konflikt mit Israel auf die richtige Seite stellte. Die Kampagne wurde vom Parteiapparat der polnischen Kommunisten mit enormer Heftigkeit betrieben. Natürlich wurde die Regierung im damals unsouveränen Staat nicht auf demokratische Weise gewählt, aber es waren trotzdem Polen."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 10. März 2008

 

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